Prolog: Das Tagebuch von …?

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Das ist sie nun also, die Geburt meines ersten Blogs.

Ein weiser Freund, Hypnose-Coach und Internet-Experte, Nils Klippstein, hat mir mal gesagt: „Wenn du willst, dass die Welt da draußen mehr Notiz von Deiner Kunst nimmt, dann teile ihr was mit, lade sie ein Deinen Weg zu begleiten … sei es auf Deinen „Phantasiereisen“, Theaterbühnen oder im Fernsehen.“ „Gut,“ dachte ich mir, „lege ich mir eine NEWS-Seite mit Fotos, Terminen usw. an, da können alle verfolgen, was ich so mache.“ Hat aber niemand. Nicht einer. Null. Zero. „Du schreibst zu wenig, hinkst immer der Aktualität hinterher, Du bist zu faktenorientiert, bietest keinen unterhaltsamen MEHRWERT!“, flüsterte mir mein schlechtes Gewissen.

„Gut,” sagte ich mir erneut (ich rede nämlich gerne mit mir. Den lieben langen Tag, in der Dusche, beim FrĂĽhstĂĽck, beim Putzen, bei der Abwägung von Entscheidungen, und noch lieber schimpfe ich mit mir … aber ich schweife ab) mit wem sollte ich auch sonst reden? Ich bin nämlich wieder mal Single. Aber … eigentlich gehört auch das nicht in diesen Blog.

„Gut,“ sage ich mir also erneut, „wenn sich niemand fĂĽr meine News interessiert oder gar fĂĽr meine Person, die ja in gewisser Hinsicht eine des „öffentlichen Lebens“ ist (nur dass es die Ă–ffentlichkeit noch nicht mitbekommen hat) und ich andererseits mit Hingabe am liebsten mit dem Menschen kommuniziere, der mir am nächsten steht – nämlich ich – , dann…“, so dachte ich diesmal, dann lass ich doch mein anderes Ich erzählen, mein „Alter Ego“, lass ihn meinen Platz einnehmen. Vielleicht hören ihm die Leute lieber zu. So schlage ich die berĂĽhmten zwei Fliegen auf einen Streich. Und selbst wenn auch ihm niemand Aufmerksamkeit schenkt,  zumindest habe ich meinen SpaĂź … und er seine BĂĽhne.

Fehlt nur noch der Name. Denn auch ein „Alter Ego“ braucht einen Namen, findet Ihr nicht? Aber er sollte irgendwie auf mich verweisen. So was wie … „Danny van Delt“. Klingt leicht, luftig, schmissig, irgendwie mondän („Ja, doch, von dem hab ich schon gehört, Musiker, ne, … oder Schriftsteller?“). Aber er ist nicht dreckig genug, irritiert nicht, alliteriert nicht, macht nicht neugierig.

Und dann fiel mir meine absolute Lieblingsserie der Jahrtausendwende ein: Die SOPRANOS , eine US-Amerikanische TV-Saga, die das Leben einer italo-amerikanischen Mafiafamilie schildert. Mit dem leider 2013 verstorbenen großartigen James Gandolfini in der Hauptrolle. Und darin fiel des öfteren ein Name oder besser ein Schimpfwort, das leider nur in der Originalfassung meine Passion für kreative Wortschöpfungen auslösen konnte: DOUCHEBAG – was so viele Facetten hat wie Arschloch, Kotzbrocken oder Dumpfbacke.

Und so soll es sein. Ich darf euch kĂĽnftig vorstellen: … „ Das Tagebuch von Danny Douchebag“

Viel VergnĂĽgen!